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Technik und Funktionsweise
Remote Desktop basiert auf dem Prinzip, dass ein Computer (Client) eine Verbindung zu einem anderen Computer (Server) aufbaut und dessen grafische Benutzeroberfläche über das Netzwerk empfängt.
Der Benutzer arbeitet auf seinem lokalen Gerät, während die eigentliche Verarbeitung auf dem entfernten System stattfindet. Tastatur- und Mausbefehle werden vom Client an den Server gesendet. Der Server verarbeitet diese Eingaben und sendet die aktualisierte Bildschirmanzeige zurück.
Verbindungsaufbau
Der Verbindungsaufbau erfolgt in mehreren Schritten:
- Der Benutzer startet einen RDP-Client.
- Der Client verbindet sich über das Netzwerk mit dem Zielsystem.
- Die Firewall überprüft die Verbindung und die freigegebenen Ports.
- Der Benutzer authentifiziert sich mit seinen Zugangsdaten.
- Nach erfolgreicher Anmeldung wird der Desktop des entfernten Systems angezeigt.
Verwendete Komponenten
| Komponente | Aufgabe |
|---|---|
| Client | Gerät des Benutzers |
| Netzwerk | Überträgt die Daten |
| Firewall | Kontrolliert den Netzwerkzugriff |
| Authentifizierung | Überprüft die Identität des Benutzers |
| Remote Desktop Server | Stellt den Desktop bereit |
Verwendete Protokolle
Das bekannteste Protokoll für Remote Desktop ist das Remote Desktop Protocol (RDP) von Microsoft.
| Protokoll | Standardport | Beschreibung |
|---|---|---|
| RDP | 3389 | Grafische Fernsteuerung von Computern |
| SSH | 22 | Textbasierte Fernverwaltung |
| VNC | 5900 | Plattformunabhängige Fernsteuerung |
Datenübertragung
Während einer Remote-Desktop-Sitzung werden verschiedene Arten von Daten übertragen:
- Bildschirminhalte
- Mausbewegungen
- Tastatureingaben
- Audio
- Druckerumleitungen
- Dateien und Zwischenablage
Dadurch kann der Benutzer nahezu genauso arbeiten wie direkt am entfernten Computer.
Vorteile
- Arbeiten von verschiedenen Standorten möglich
- Zentrale Verwaltung von Systemen
- Einfache Unterstützung durch Administratoren
- Zugriff auf virtuelle Maschinen
Nachteile
- Abhängigkeit von einer stabilen Netzwerkverbindung
- Mögliche Verzögerungen bei langsamen Verbindungen
- Sicherheitsrisiken bei falscher Konfiguration
